DU HEIMAT MEIN!
Am steilen Felsen angeschmiegt
ein Dörflein hoch im Jura liegt.
Mein Vaterhaus hier auch noch steht,
das Kirchlein ladet zum Gebet.
Der Aussichtsfels, das Kreuzelein,
Das ist mein Heimatdörfchen Wichsenstein.
Viel´ Kirschen reifen ringsumher,
der Wandrer hält hier gern Einkehr!
Vom Fels blickt man ins weite Land.
Wie schön bist du mein Heimatland!
Das Bild von Kirch´ und Felsgestein,
trag ich im Herzen Wichsenstein.
Im Altental das Bächlein rinnt,
das Lied man hier noch gerne singt.
Viel Liebe ich auch hier erfuhr,
darum gilt heute dir mein Schwur:
Find´ich auch in der Fern mein Glück,
nach Wichsenstein kehr ich zurück!
Du Wald, du Knock, du Wies und Weg,
du Luft, wie du mich sanft umweht,
du Dorf, dem mancher Traum gehört,
ich bet, dass man dich nie zerstört.
Du hast viel Gutes mir gebracht,
will in dir ruhn wenn´s um mich Nacht.
Johann Pöhlmann
Fränkische Schweiz
Schöne Berge und Täler, die Fränkische Schweiz,
als meine Heimat ich rühmen kann,
klares Wasser durch buntgrüne Täler rinnt;
Kleinod findet der Wandersmann.
In den Häusern fröhliches Kinderlachen,
und in den Wäldern noch Wild und der Vögel Sprachen,
Heil ist Natur und die Leut’
sind Früchte der Fränkischen Schweiz.
Schmucke Dörfer am Berghang der Wiesent entlang,
ziert der Frühling mit Blütenpracht.
Schon um Forchheim, hinauf bis Pottenstein:
Wildpark, Höhlen und Burgen fein.
In den Lüften Drachen- und Segelfliegen,
am Felsen Kletterer und Reiter in Wald und Wiesen.,
Treiben im Wandel der Zeit,
sind Freuden der Fränkischen Schweiz.
Viele Wallfahrer kommen nach Gößweinstein,
sie erbitten sich neuen Mut.
Treu der Bauer im Feld noch mit Frau und Kind
übers Jahr seine Arbeit tut.
Unter Kirschbaumblüten nach des Tages Streben
und wenn bei fränkischer Muse sich Herzen regen,
sprießet der Franken Gemüt.
Die Freundschaft sich Kreise zieht.
( Ein Geschenk zu meinem 60 Geburtstag vom Verfasser Erwin Werther, Wiesenthau,
vertont zu vierst. gem. Chor: Sohn Ulrich, 1995)
Sommer – Sonntagmorgen
Am Sonntag früh, ich, jede Störung meide,
voll Andacht durch die Heimatfluren schreite.
Auf einer Bank genieß ich Sonntagsstille
und ringsum mir die herrliche Idylle:
der Glocke Frühgebet verklingt,
der Mond im Westen schläfrig sinkt,
ein Reh im Taubenetzten Grase äst,
im Busche glitzt das Spinnwebnetz,
der Has noch müd zum Kleefeld eilt,
der Bussard schon nach Beute peilt,
die Drossel schlägt ihr pink, pink, pink,
den Tag schon hell die Lerch’ besingt.
So Traumverloren erfühl ich Werden, Leben,
urplötzlich ein Schuss…!, der die Erd lässt beben.
Angst, Flucht und Tot zerstör’n die Traumidylle,
atemlos, staunend, erahn ich Gottes Wille.
(Pöhlmann Johann)
Das Lied der Franken
Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,
wer lange sitzt, muß rosten;
den allersonnigsten Sonnenschein
läßt uns der Herrgott kosten.
Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid
der fahrenden Scholaren,
ich will zur schönen Sommerzeit
ins Land der Franken fahren!
Der Wald steht grün, die Jagd geht gut,
schwer ist das Korn geraten;
sie können auf des Maines Flut
die Schiffe kaum verladen.
Bald hebt sich auch das Herbsten an,
die Kelter harrt des Weines;
der Winzer Schutzherr Kilian
beschert uns etwas Feines.
Wallfahrer ziehen durch das Tal
mit fliegenden Standarten,
hell grüßt ihr doppelter Choral
den weiten Gottesgarten.
Wie gerne wär´ ich mitgewallt,
ihr Pfarr´ wollt mich nicht haben!
So muß ich seitwärts durch den Wald
als räudig´ Schäflein traben.
Zum heil´gen Veit von Staffelstein
komm´ ich empor gestiegen
und seh´ die Lande um den Main
zu meinen Füßen liegen.
Von Bamberg bis zum Grabfeldgau
umrahmen Berg und Hügel
die breite stromdurchglänzte Au
-ich wollt´, mir wüchsen Flügel.
Einsiedelmann ist nicht zu Haus,
dieweil es Zeit zu mähen;
ich seh´ ihn an der Halde draus´
bei einer Schnitt´rin stehen.
Verfahr´ner Schüler Stoßgebet,
heißt: Herr, gib uns zu trinken!
Doch wer bei schöner Schnitt´rin steht,
dem mag man lange winken.
Einsiedel, das war missgetan,
daß du dich hubst von hinnen!
Es liegt, ich seh´s dem Keller an,
ein guter Jahrgang drinnen.
Hoiho, die Pforten brech´ ich ein
und trinke, was ich finde.
Du heil´ger Veit von Staffelstein,
verzeih mir Durst und Sünde!








